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OV Wiehengebirge N-22


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Amateurfunkfernsehen

ein Beitrag von Dr. Diethard John, DL 8 NL

Amateurfunkfernsehen, abgekürzt ATV, ist ein interessanter Zweig des Amateurfunks. Schon in den 60er Jahren wurde mit Aussendungen im 70-cm-Band begonnen.

Bild von DC6VY
Die Station von DC6VY
Fast schon historisch. Diese Bilder entstanden um 1975 bei DK3RS in Rahden - Wehe. Sie dokumentieren den Empfang einer Aussendung von Ulrich Koch, DC6VY aus Volmerdingsen.
 
Sendeseitig wurde ein Eigenbau- Röhrensender mit einer EC8020 und Katodenmodulation benutzt. Empfangsseitig ein normales Fernsehgerät mit vorgeschalteten, für unsere Zwecke umgebauten, Schwaiger Tuner.
 
Betriebart: AM
Frequenz:  435,00 MHz

Heute wird in den meisten Fällen im 23-cm und 13-cm-Band in Frequenzmodulation gesendet und empfangen. Dabei wird fast immer in einem Band gesendet und im anderen empfangen, so daß sich die sendende Station zurück sieht und damit ihre Aussendung auf Qualität hin überwachen kann.
Die Stationen haben in der Regel eine Farbkamera, mit der sie sich wie ein Nachrichtensprecher der Gegenstation zeigen. Des weiteren können natürlich mit der Kamera Objekte und Räumlichkeiten übertragen werden. Auch läßt sich ein Computer an den Sender anschießen, so daß alles, was auf dem Monitor erscheint, auch auf der Empfangsseite zu sehen ist.
Um die Reichweite der Amateursender zu erhöhen, wurden in der Vergangenheit einige Umsetzer (Relais) auf exponierten Standorten errichtet. Aus dem Kreis Minden-Lübbecke können die Amateure meistens 2 Relais erreichen: DB0TEU auf dem Dörenberg bei Osnabrück und DB0MIN auf dem Jakobsberg bei Minden ( auf dem große Fernmeldeturm ). Durch die Relais ist eine Verbindung im Umkreis von ca. 100 km möglich, auch können Relais zusammengeschaltet werden, so daß die Signale über hunderte von Kilometern übertragen werden.
In unserem Gebiet ist das Relais auf dem Jakobsberg das bevorzugte Relais, auf dem sich täglich Stationen treffen. Dieses sind Amateurfunker aus Minden, Bad Oeynhausen, Rahden, Diepholz und weiteren Orten. Hier einige Rufzeichen: DF9XB, DC6VY, DL8NL, DB4BX. Bei Interesse an unserem Hobby wenden Sie sich bitte an die Kontaktadresse auf der Homepage, diese vermittelt gerne einen Besichtigungstermin bei einem Amateurfunker in Ihrer Nähe.

Die Arbeitsgemeinschaft Amateurfunkfernsehen (AGAF)
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Mobilfuchsjagden

ein Beitrag von Wilfried Segelhorst, DK3RS,

Ein reizvolles Betätigungsfeld für Funkamateure sind "Fuchsjagden", das sind Funkpeil-, bzw. Funknavigationswettbewerbe. Sie werden entweder zu Fuß oder vom PKW aus, ausgetragen. Bei den Funkamateuren im Ortsverband Wiehengebirge sind die letzteren besonders beliebt.
Bei diesen Mobilfuchsjagden werden versteckte Sendestationen (Füchse) von den Jägern (mit Funkpeilanlagen im PKW) geortet bzw. gesucht.

Fahrzeuge mit Peilantenne Bild von einer Mobilfuchsjagd (um 1980)

Schon 1953 wurden in unserem Gebiet die ersten Mobilfuchsjagden durchgeführt (dokumentiert im OV-Rundschreiben Nr. 5/53). Neu belebt wurde dieses Betätigungsfeld ab 1968. Dabei hat sich im Laufe der Zeit ein separat beschriebenes Schema ergeben.
Der Ortverband Wiehengebirge veranstaltet jeweils am 1.Mai eine Tagfuchsjagd und im September eine Nachtfuchsjagd. Für die Nachtfuchsjagd wurde ein Wanderpokal gestiftet.

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Relaisfunk

Hierbei wird eine Verbindung nicht direkt hergestellt, sondern über eine zwischengeschaltete Relaisstation, eine an einem höhergelegenen Standort installierte automatische Sende- und Empfangsanlage. Damit die Anlage gleichzeitig senden und empfangen kann, muß sie mit unterschiedlichen Ein- und Ausgangsfrequenzen arbeiten. Der Relaisfunk erleichtert besonders den Funkbetrieb aus dem fahrenden KFZ. Durch den exponierten Standort des Relais können größere Entfernungen überbrückt bzw. schlechte Empfangsverhältnisse ausgeglichen werden.
Schon um 1960 befaßte sich ein kleine Gruppe um Wilhelm Langenkamp, DJ5HY mit der Idee eine solche Relaisfunkstelle im Orstverband zu erstellen. So kam es zu ersten Test auf 10m und auf 2m auf der sogenannten "Höhe 211", eine 211m hohe Erhebung des Wiehengebirges bei Lintorf.
Um 1970 entstand durch die Initiative von Karl-Heinz Bollmeyer, DJ3QO die erste 2m Relais-Station. Es war ein langer Weg vom 1. Test bis zur zufriedenstellenden Funktion. Karl-Heinz wurde im OV tatkräftig unterstützt. So entstanden 1000de von Gewindebohrungen (für den Antennenkoppler), Ablaufsteuerungen, Rufzeichengeber und diverse Ersatzbaugruppen. 1971 konnte dann erstmals das Relais mit dem Rufzeichen DB0WY im Kirchturm von Levern in Betrieb genommen werden.
Die Ausgabefrequenz war 145,825 MHz und die Eingabefrequenz lag 1,6 MHz niedriger. Später wurde der Abstand auf 600 kHz verringert.
Am 1. Mai 1976 zog DB0WY um an den jetzigen Standort bei Büscherheide. Dieser ist wesentlich günstiger als der Standort in der Kirche in Levern. Gemeinschaftlich wurden Kabel verlegt und ein Gittermast aufgebaut. Ein Segment dieses Gittermastes diente schon vorher, an der benachbarten "Höhe 211", als Antennenträger.
Das heutige Relais arbeitet mit einem kommerziellen ICOM Gerät, Bandplanänderungen führten zu dem heutigen Frequenzpaar 145.650 / 145.050 MHz (R2).
DB0WY ist ein Relais mit einem ausgezeichneten Einzugsbereich. Verantwortungsvolle und rücksichtvolle Benutzer haben erreicht, daß dieses Relais seit der Inbetriebnahme keinen Grund zu Beanstandungen bietet.

Das Relais DB0WY wird von Beginn an bis 2004 von Wilhelm, DJ5HY, betreut, danach übernahm Friedhelm, DL1YDN diese Aufgabe.

Als 2. Relais des Ortsverbandes wurde 1972 das 70 cm - Relais DB0WQ auf der Frequenz 438,650 MHz in Betrieb genommen. Der Standort ist auf der höchsten Erhebung des Wiehengebirges bei Lübbecke. Aus organisatorischen Gründen, die Geräte standen ehen in einem Turm der Bundespost, wird dieses Relais bis 2006 von Mitgliedern des VFDB betreut. Im Dezember 2007 übernahm der OV N22 dieses Relais. Es wird demnächst am Standort von DB0WY, auch als DB0WY, wieder in Betrieb gehen.
 
Am Relaisstandort werden zur Zeit (2008 - 2009) umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dadurch ist der Betrieb der Relais, vorübergehend, eingeschränkt.
 
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Packet-Radio

ein Beitrag von Dr. Diethard John, DL 8 NL
Die Amateurfunk-Betriebsart "Packet-Radio" ist erst ein paar Jahre alt. Sie wurde im Jahre 1978 in Vancouver, Canada entwickelt.
Packet-Radio bedeutet: "Digitale Datenübertragung mit Hilfe des Funks".
Seitdem der Computer seinen Siegeszug um die Welt angetreten hat, ist der Amateurfunk bei jungen Menschen etwas in den Hintergrund getreten. Und hier setzt nun Packet-Radio an. Es verbindet Amateurfunk mit Computertechnik. Texte und Graphiken werden digital aufgearbeitet und per Funksignal an den Empfänger geschickt, der die Daten wieder rückübersetzt und lesen kann. Dieses muß nicht zur selben Zeit geschehen, sondern die Meldungen werden in den meisten Fällen zwischengespeichert und können dann zu einem späteren Zeitpunkt abgerufen werden. Das ermöglichen die sogenannten Mailboxen, die - in Relaisstationen integriert - von Amateurfunkern auf vielen exponierten Standorten in Deutschland und der ganzen Welt aufgebaut wurden.
Jawohl, dieses Packet-Radio-Netz überspannt die ganze Welt wie es auch das Internet tut, bloß beim Internet muß man über Telefonleitungen einsteigen. Dagegen können wir Amateurfunker drahtlos über Funk kommunizieren, und das dann praktisch kostenlos. So haben wieder viele Amateurfunker, die - vom Computervirus befallen - den Amateurfunk vernachlässigt hatten, zum Amateurfunk zurückgefunden. Und so hoffen wir weiter, daß im verstärktem Maße junge Menschen zum Amateurfunk finden, die Interesse an Technik, Funk und Computer haben, weil sie hier alles miteinander verknüpfen können.
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Satellitenfunk

ein Beitrag von Wilfried Segelhorst, DK3RS,
Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, befassen sich Funkamateure auch mit Satellitenfunk, das heißt, sie entwickeln und bauen eigene Fernmeldesatelliten. Mit Hilfe dieser Satelliten ist dann weltweiter Funkverkehr auf den UKW- Bändern möglich. Weltweit werden diese Aktivitäten durch die AMSAT koordiniert.
Auch im Ortsverband Wiehengebirge wird von einigen Funkamateuren Satellitenfunk betrieben. Schon 1973 wurde erfolgreich der Amateurfunksatellit OSCAR 6 genutzt.
Heute werden hauptsächlich die Amateurfunksatelliten der 3. Generation (Phase 3) genutzt. Aufgrund ihrer Umlaufbahn erlauben diese eine Überbrückung größerer Distanzen. Diese Bahnen erfordern eigene Antriebe der Satelliten. Auch diese Herausforderung wurde von den Funkamateuren erfolgreich angenommen.
Der jüngste Satellite dieser Generation ist Amsat - Oscar 40 (AO-40)
 
Die Urkunde zur Spende
 
Demnächst wir das Projekt P3E der Amsat-DL an den Start gehen. Der OV-Wiehengebirge hat im November 2008 mit einer Spende dazu beigetragen, daß der Start finanziert werden kann.
 
Übrigens: Unter den Astronauten an Bord der russischen Raumstation MIR befanden sich regelmäßig Funkamateure. In ihrer sehr begrenzten Freizeit benutzten sie gerne die Amateurfunkstation welche sich viele Jahre an Bord befandt.
Diese Tradition wird nun mit der ISS fortgesetzt. Auch dort befindet sich an Bord eine Amateurfunkstation.
Erfreulicherweise haben alle deutschen Astronauten die Amateurfunklizenz.
Interessenten wenden Sie sich bitte an die Kontaktadresse, diese vermittelt gerne einen Besichtigungstermin bei einem Funkamateur in Ihrer Nähe.
AMSAT - DL (Radio Amateur Satellite Corporation)
Aktuelle Informationen zu AMSAT-Oscar 40 (AO-40)
Wann fliegt das nächste Spaceshuttle zur ISS
Satellitenbahnverfolgungsprogramm zum Download (Freeware)
 
Keplerdaten (laufend aktualisierte Bahndaten) für Bahnverfolgungsprogramme
für:
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Amateurfunksatelliten
100 sichtbare Satelliten

VHF-UHF Wettbewerbe

Diese Funkwettbewerbe sind eine Spezialität unserer Jugend- und Contestgruppe um DK0LK

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 Letzte Änderung: 
14.04.2011,ws